SIMsKultur berichtet über Kunst und Kultur, Ausstellungen und Events, bietet seinen Lesern Freikarten und kulturelle Reisen – seit 19 Jahren als klassische Printausgabe verlegt, existiert die Zeitschrift nun auch als Applikation auf dem iPad. Seit 15. Juli 2010 erhältlich, erfreut sich die „App“ immer größerer Beliebtheit.
Ausschlaggebend für die Idee als App zu erscheinen, war die Teilnahme von Emil Köll beim iPad-Workshop der zweipunktnull GmbH im Sommer 2010 in Wien. Laut Köll absolut empfehlenswert, da man plötzlich wisse, worum es wirklich bei der Thematik ginge. Der Vortrag zum Thema Tablet Publishing von zweipunktnull-Geschäftsführer Peter Ungvári begeisterte Köll für iPad und Co. Schon am darauffolgenden Tag kam die Entscheidung, SIMsKultur als Applikation für das iPad herauszubringen.
„Es war ein Risiko und viel zusätzliche Arbeit, aber hierbei handelt es sich um die Zukunft“, so Emil Köll. Ein Sprung ins kalte Wasser sei die Entscheidung ab sofort auch als iPad-App zu erscheinen sehr wohl gewesen, nichts war im Vorhinein budgetiert oder besprochen. Köll mußte auch Überzeugungsarbeit in seinen eigenen Reihen leisten, nicht alle Mitarbeiter waren von Anfang an von dieser doch recht außergewöhnlichen Idee begeistert – nicht verwunderlich, betrachtet man die Tatsache, dass zu dem Zeitpunkt als SIMsKultur das erste Mal auf dem iPad erschien, die neueste Erfindung von Apple selbst erst wenige Monate „am Leben“ war.
Neu und unerwartet wäre der reichlich vorhandene Platz für Inhalte, so Emil Köll. Ein iPad-Magazin bietet ja nicht nur Artikel und Berichte im klassischen Sinne, es bleibt Raum für eingebettete Videos, animierte Fotos und Bilder, Musik-Beispiele und vieles mehr. Er wisse, dass seine Redakteure und Mitarbeiter vor einer neuen, ungewöhnlichen Aufgabe gestanden seien, aber das wäre es nun mal, was die Zukunft bringen würde, auch wenn es anfangs mit mehr Aufwand verbunden sei, erkennt Köll den Trend am Markt.
Apple berichtet über rund 7 Millionen verkaufte iPads alleine im letzten Quartal 2010 - der Trend setzt sich also unaufhaltsam fort, und auch das im internationalen Vergleich relativ kleine Österreich mischt ganz vorne mit. Mittlerweile sind schon weitere Verlage und Herausgeber auf den Spuren von Emil Köll und seinem Magazin unterwegs und es wird nicht mehr lange dauern, bis Tablet-lesende Menschen keine Ausnahme sondern ein alltägliches Bild sind.
Übrigens: Ab Mai 2011 erscheint SIMsKultur auch monatlich, man plant eine Kooperation mit dem TV-Sender ARTE und dem ORF-Radiosender Ö1. Die Zukunft kann kommen…